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17. November 2013 7 17 /11 /November /2013 17:31

"schwarz-braun ist die Haselnuss,

schwarz-braun bin auch ich,

schwarz-braun soll meine Hi-Fi-Turm sein

gerade soo wie ich"

 

frei nach Heino

 

Nach dem seit Ende Januar eine Hi-Fi-Anlage mit Plattenspieler das Hören von altem Vinyl in der Casa de Makrochip ermöglicht, kann ich heute ganz offiziell das Ende der Suche nach einer Hi-Fi Anlage aus den 80er Jahren (bis max. 1987) bekannt geben.

 

Durch Zufall hat mein Bruder in eBay-Kleinanzeigen eine passendes Objekt gefunden.

Interessant daran ist das mein Dad sich 1983 genau so eine Anlage gekauft hatte, die dann bis Mitte-Ende der 90er bei uns im Haushalt war und (leider) verkauft wurde.

Unzählige Stunden meiner Kindheit und Jugend verbrachte ich vor dieser Anlage mit den LPs meines Dads und efreute mich dann später als ich im Besitz eines Walkman's war, an dem sehr guten Tapedeck mit dem ich mir die LP's zum mitnehmen aufnahm.

 

Im Telefonat mit dem Verkäufer wurde meinem Bruder erklärt das die Anlage in gepflegtem Zustand ist und nur der Plattenspieler nicht funktionieren würde. Für den ausgeschriebenen Preis für 15 Euro (Anlagen in der Ausstattung und in dem BJ werden bei eBay für Preise ab 150 € gehandelt !!!) könnte man die sofort haben. Kurzerhand hat mein Bruder meinen Dad gechartert um das gute Stück zu bergen und mir abends am Telefon mitzuteilen, das er für mich dieses mit viel Erinnerungen verbundene Stück Hi-Fi-Geschichte gesichert hat....  Guter Mann!

 

Danke noch mal an meinen Dad und meinen Bruder dafür...

 

Nun die Details.... es handelt sich um eine Schneider Team 6031 in freundlichem Kackbraun.

 

 

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/01.JPG

 

 

Die Hi-Fi-Anlage wartet mit einigen Besonderheiten auf :

 

- Das Rack wurde exact für diese Einzelkomponentenanlage gebaut - es hat Einschübe und Gegenhalter die die Einzelkomponenten in einem Winkel von ca. 30° fixieren. Die Glasabdeckung für den Plattenspieler und die Glastür gehörten in den 80er Jahren zum guten Ton bei diversen Herstellern ...

 

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/02.JPG

 

 

- Die Anzeigen des Tapedecks, des Radios und des Verstärkers sind in LED-Technik (damaliger Standard waren Glühlampen) ausgeführt.

 

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/05.JPG

 

- nicht benötigte Geräte (Plattenspieler, Tape-Deck und Radio) lassen sich abschalten, wenn Sie nicht benötigt werden.... müsste man mal mit einem Stromverbrauchsmesser ran, ob das Auswirkungen auf die Strohmaufnahme hat...

 

- Das Radioteil hat 4 analoge Stationsspeicher (damals in der Preisklasse ein Novum), man braucht einen Minischraubendreher um die Sender für die einzelnen Speicher einstellen. Dazu gibt es eine LED-Anzeige die anzeigt wenn man den Sender bestmöglichst eingestellt hat.

 

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/03.JPG

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/04.JPG

 

- der Tangential-Plattenspieler der nicht einen drehbar gelagerten Tonarm sondern einen Tonarm hat, der auf einem Schlitten tangential zum Plattenteller geführt wird. Ist leider derzeit ausser Gefecht, dürfte der Antriebsriemen sein, da er mit handgedrehtem Plattenteller funktioniert. Da werd ich wohl nicht drumherum kommen dem guten Stück in die Innereien zu schauen.

 

http://blog.makrochip.de/2013-11-17/06.JPG

 

- man benötigt nur eine Steckdose um das Schmuckstück zu betreiben....Das Stromkabel geht an den Verstärker alle Geräte bekommen dann von dort über Kabel ihre 18 Volt Versorgungspannung geliefert. Laut Aufkleber hat die ganze Anlage eine max. Stromaufnahme von 170 Watt bei einer Leistung von 2 x 30 Watt Sinus.

 

Die Anlage kam zu Zeiten heraus (zuerst 1982/83 - im Jahr darauf wurde der Plattenspieler verbessert was Meine als Modell von 1983/84 identifiziert) bevor CD-Spieler für die breite Masse erschwinglich wurden, hat aber einen seperaten Eingang über DIN-Anschluss um bspw. ein 2. Tapedeck (anzuschliesen).

Selbstverständlich kann man über den auch einen CD-Spieler laufen lassen, aber das wird wohl ehrer nicht passieren bei mir *g*... Auch die Abwesenheit einer Fernbedienung ist für mich eher ein liebenswertes Detail, als ein Nachteil.

 

Zusammen mit einem gut ausgestatteten Commodore C64 wird die Anlage das künftige Prunkstück des 80er-Jahre-Gästezimmers werden.

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